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Thema in Sachsen: BIM4all – Wege und Hemmnisse zum ganzheitlichen Open-BIM

23.09.2026

Am 15. September 2026 traf sich unsere buildingSMART-Regionalgruppe Sachsen in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden im Beyer-Bau auf dem Dresdner Uni-Campus.
Prof. Karsten Menzel von der TU Dresden
Andreas Tigges (teamproject / Ingenieurkammer Sachsen)
Hervé Pruvost
Zum Ausklang des buildingSMART-Regionalgruppentreffens standen einige Labore im Beyer-Bau der TU Dresden offen.
Zum Ausklang des buildingSMART-Regionalgruppentreffens standen einige Labore im Beyer-Bau der TU Dresden offen.
Zum Ausklang des buildingSMART-Regionalgruppentreffens standen einige Labore im Beyer-Bau der TU Dresden offen.

Am 15. September 2026 traf sich unsere buildingSMART-Regionalgruppe Sachsen in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden im Beyer-Bau auf dem Dresdner Uni-Campus. Die Veranstaltung stand unter dem Titel „BIM4all – Wege und Hemmnisse zum ganzheitlichen Open-BIM”. Rund 26 Gäste aus den Bereichen Planung, Wissenschaft und Praxis waren der Einladung gefolgt. Sie tauschten sich intensiv darüber aus, was es braucht, um Building Information Modeling (BIM) ganzheitlich und offen über alle Disziplinen hinweg umzusetzen. 

Open-BIM in der Lehre und in der Praxis 

Zum Auftakt stellte Prof. Karsten Menzel von der TU Dresden ein interdisziplinäres BIM-Projekt vor. Dabei erstellen Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen gemeinsam ganzheitliche Modelle und erleben auf diese Weise früh, dass offene Schnittstellen und ein gemeinsames Datenverständnis die Grundlage jeder erfolgreichen Kollaboration sind. 

Anschließend zeigte Andreas Tigges (teamproject / Ingenieurkammer Sachsen), wie die Bedarfsplanung ins digitale Zeitalter rückt. Er skizzierte den Weg vom klassischen Excel-Raumbuch hin zum Rauminformationsmodell, das Anforderungen, Flächen und Nutzerbedarfe strukturiert, durchgängig und maschinenlesbar abbildet. 

Vom BIM zum SIM und zum Digitalen Zwilling 

Dr. Elisabeth Eckstädt widmete sich in ihrem Vortrag "Vom BIM zum SIM: Daten gemeinsam nutzen" der Frage, welche Hemmnisse einer gemeinsamen Datennutzung über Gebäudegrenzen hinweg entgegenstehen und mit welchen Lösungen sich diese überwinden lassen. Dass Daten nicht nur erfasst, sondern intelligent weiterverwendet werden sollten, führte Hervé Pruvost am Beispiel des Digitalen Zwillings vor. Wer Sensordaten in das Gebäudemodell integriert, macht aus einem statischen Abbild ein lebendiges, laufend aktualisiertes Abbild der Realität, so sein Fazit. 

Ein Gebäude als durchgängiges Fallbeispiel 

Alle Themenpunkte des Regionalgruppentreffens bezogen sich unmittelbar auf den Beyer-Bau, den Veranstaltungsort selbst. Das 1913 nach Plänen des Architekten Martin Dülfer errichtete Gebäude mit seinem markanten, rund 41 Meter hohen Turm des Lohrmann-Observatoriums wurde im Oktober 2025 nach umfassender Sanierung, Modernisierung und Umbau an die TU Dresden übergeben. Damit bot sich das Wahrzeichen des Campus als ideales Fallbeispiel an. Weitere Informationen zum Gebäude finden Sie hier.

Ausklang mit Laborbesichtigungen 

Zum Ausklang standen bei kühlen Getränken einige Labore im Beyer-Bau offen. An vier Stationen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer BIM-Modelle in der CAVE in virtueller Realität erleben, intelligente Gebäudetechnik und Sensorik live erfahren, Automatisierungsprozesse für Planung und Bau im Robotik-Labor kennenlernen und sich bei Marco Rutzke (netTask GmbH, Sächsischer Innovationspreis 2025) zum Thema Co-working und digitale Ressourcenverwaltung an einem Demonstrator informieren.  

Ein Hauptanliegen aller buildingSMART-Regionalgruppen ist es, den Austausch und die Vernetzung zum Thema BIM zu fördern. Dieser Abend im Beyer-Bau zeigte nicht zuletzt eindrucksvoll, wie gut der Austausch und die Vernetzung zum breiten Themenfeld BIM in Sachsen funktioniert. Dies ist ein Hauptanliegen all unserer buildingSMART-Regionalgruppentreffen.  

buildingSMART Deutschland dankt der Technischen Universität Dresden für die Gastfreundschaft, den Referentinnen und Referenten für die Fachvorträge sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die angeregten Gespräche. 

Nächstes Treffen der Regionalgruppe gibt Einblicke in die Neubaustrecke Dresden-Prag 

Beim nächsten Treffen der Regionalgruppe Sachsen an der Hochschule für Technik und Wirtschaft am 10. November 2026 werden spannende Einblicke in die Vermessung (GIS) der Neubaustrecke Dresden–Prag geboten. Mehr zu diesem Treffen und zur Anmeldung erfahren Sie hier. 

Bei Fragen zu den Aktivitäten der Regionalgruppe stehen die Mitglieder vor Ort gerne zur Verfügung. Alle Informationen zu unserer buildingSMART-Regionalgruppe Sachsen finden Sie hier. 

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